Die technischen Bauvorschriften haben den Wert der Wohnungen in den letzten 20 Jahren verdreifacht. Natürlich bietet die verbesserte Bauqualität dem Verbraucher immer mehr Vorteile, doch die hiermit verbundenen Kosten müssen auch übernommen werden.
Die letzten Vorschriften fördern und zwingen zur Solarenergienutzung. Dies bedeutet, dass abgesehen von der Auswirkung der Kosten für Installierung und der nötigen Materiale, man auch die Fläche der Wohnungen vergrössern muss um Platz zu schaffen für die Installation.
Aufgrund der aktuellen Quadratemeterpreise, wirkt sich dies auf direkte Weise auf die Wohnungskosten aus und ist nur einer der Gründe, weshalb die Wohnungspreise wohl kaum sinken werden.
Der Architekt Pablo Carazo (ehemaliger Vorsitzender der Architektenkammer von Jaén) nennt einige Beispiele der Auswirkung auf die Wohnungskosten.
Zum Beispiel die Anpassung an die Regelung für Erdbebensicherung des Jahres 2002 erhöhte die Mengen von Eisen zwischen 20 und 30%, doch dies kann auch als Investition angesehen werden, denn die Gebäudestruktur ist auf diese Weise vorbereitet um ein Erdbeben der Stärke sieben auszuhalten.
Carazo und die Architektenkammer schätzen, dass jede Anpassung an eine neue Vorschrift eine Erhöhung von zwischen 15 und 20% des Wohnungspreises bedeutet, wie zum Beispiel die jetzige Anpassung um die Energiebescheinigung zu erhalten.
Weiterhin weist er darauf hin, dass um alle diese Vorschriften zu bescheinigen, es weitere Faktoren gibt, die den Wohnungspreis ansteigen lassen. Zum Beispiel eine Kontrollstelle die bescheinigt, dass der Bau die Vorschriften erfüllt, kassiert circa 6000€ pro Wohnung.
In naher Zukunft werden neue Vorschriften in Kraft treten, wie die für Lärmschutz, die nicht nur teuer ist sondern auch andere Probleme mit sich bringt wie die Umwandlung der Industrie, denn anstelle der traditionellen Bauweise bevorzugt man hierzu Trocken- und Fertigbauweisen.
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